Khusam, 29 Jahre, Pakistan

Der Geldschein ist ein Geschenk von Khusams Großvater und soll Glück bringen. Damit er nicht verloren geht, hat ihn sich Khusam während der gesamten Flucht, die acht Monate dauerte, um seinen Oberarm gebunden.

Medhi, 17 Jahre, Eritrea

Das Tattoo hat sich Medhi selbst gestochen, als er auf seiner Flucht zwei Jahre lang im Sudan festsaß.

Hamid, 23 Jahre, Iran

Die Gebetskette wird schon seit mehreren Generationen in Hamids Familie weitergegeben. Wenn Hamid sie in seinen Händen hält, hat er das Gefühl, dass sein Vater bei ihm ist.

Hedayat, 36 Jahre, Afghanistan

Das Foto zeigt Hedayats Vater bei ­einer Reise in die USA. Es ist das einzige Erinnerungsstück, das Hedeyat von ihm besitzt.

»Ein Stück Erinnerung« Objekte von Geflüchteten

In dem Bildband „Ein Stück Erinnerung“ zeigt Sima Dehgani 62 Objekte von Geflüchteten – und die Bedeutung, die diese für ihre Besitzer haben.

Ein Jahr lang ging die Fotografin Sima Dehgani immer wieder mit ihrer Kamera in Flüchtlingsunterkünfte. Ihr Ziel war nicht, die Geflüchteten abzulichten. Dehgani stellte nur eine Frage: „Könnt ihr mir einen Gegenstand zeigen, der euch wirklich wichtig ist?“ Sie fotografierte ein kaputtes Handy, einen abgegriffenen Geldschein, auf dem eine Liebesbotschaft steht, ein Stofffetzen mit ein paar hingekritzelten Telefonnummern. 

Autorin Sima Dehgani